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Finanzierungstipp / Grafische Palette

2/2017

Zahlungen nach der Drittelreglung

Thomas Grübner, Elbe-Leasing-Geschäftsführer, zum Thema:

Eine Investition steht an. Nach langem Überlegen ist die Entscheidung gefallen. Die Technik ist ausgewählt und die Finanzierung auch geklärt. Nun muss nur noch der Vertreter des Lieferanten hereinschauen und den finalen Auftrag vorbeibringen, um den Lieferprozess durch Unterschrift des Käufers zu starten.

 

Die Zahlungsbedingungen

Kurz vor dem Unterschreiben – in der Regel ganz am Ende des

Auftragsschreibens – sieht man den Punkt

»Zahlungsbedingungen«. Da kann zum Beispiel stehen, dass ein Drittel des Kaufpreises bei der Annahme des Auftrags zur Zahlung fällig wird, ein weiteres Drittel bei der Anzeige der Lieferbereitschaft und ein letztes Drittel nach Lieferung und Abnahme. So oder so ähnlich war es schon immer, oder?

Warum ist das bemerkenswert? Weil unter Kaufleuten die gesetzlichen Regelungen des §§ 433 ff BGB für den Kauf gelten,

die über den § 651 BGB und die jeweils handelsrechtlichen Regelungen, auch auf den Kauf noch zu produzierender Liefergegenstände Anwendung finden. In diesen Regeln ist folgendes festgelegt: Der Verkäufer liefert und der Käufer leistet

durch Zahlung Zug um Zug. Dabei hat der Gesetzgeber versucht, zwischen den Kaufparteien einen gerechten Interessen- und Risikoausgleich zu realisieren.

 

 

Wird eine Anzahlungsregelung vereinbart, so wird von diesem Interessen- und Risikoausgleich erheblich abgewichen, weil der Käufer durch die Anzahlung zum Kreditgeber des Lieferanten wird und damit die typischen Kreditrisiken bis hin zum Insolvenzrisiko des Lieferanten übernimmt. Dies ist gesetzlich zulässig, weil vor dem Gesetz alle im Handelsverkehr tätigen als Kaufleute, also als Profis angesehen werden.

 

Wie sieht die Realität aus?

Einerseits haben wir den Lieferanten, in der Regel einen Konzern

oder konzernähnlichen Mittelständler. Wird finanziert, gibt es eine Bank oder Leasinggesellschaft, in der Regel mindestens auch konzernartig. Beide haben in der Regel Rechtsabteilungen und betreiben das Verkaufen und Finanzieren als tagtägliches Kerngeschäft. Und Sie? Sie sind einer von 90% mittelständischen Unternehmern der grafischen Branche? Sie kaufen alle paar Jahre

eine Maschine, ohne dass Ihr Anwalt den Auftrag prüft und EBV und Abstraktionsprinzip sagen Ihnen absolut gar nichts, stimmt’s? Unfair! Wichtig? Wann wird denn schon mal ein Lieferant insolvent? Oder war da was in den letzten Jahren? Haben Sie eigentlich eine Feuerversicherung? Warum, es hat doch bisher nie gebrannt (hoffentlich)? Wir sind der Meinung, dass das Finanzieren von Maschinentechnik eine Dienstleistung ist. Gerne beraten und begleiten wir Sie bei diesem Prozess!

 

Elbe-Leasing

Tel. 03 51 / 8 80 42 76

 

 

Mit einer Anzahlungsregelung wird vom Risikoausgleich abgewichen.

Klotzscher Hauptstraße 1

01109 Dresden

Deutschland

 

Kontakt:  Herr Grübner

Tel.:   0351 – 880 42 76

Fax:   0351 – 880 50 10

Mail:  info(at)elbe-leasing.de